Depression

Depression

Die depressiven Erkrankungen gehören zu den weltweit häufigsten und bedeutendsten Krankheitsbildern. Sie betreffen in ihren unterschiedlichen Ausprägungsformen bis zu 20% der Bevölkerung. An einer Depression zu leiden, bedeutet entgegen weitläufiger Vorurteile nicht, dass man geisteskrank oder verrückt ist.

Seit es schriftliche Zeugnisse gibt, finden sich Hinweise, dass Menschen an Depressionen gelitten haben. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens litten in unterschiedlicher Ausprägung an Depressionen, etwa J.W. Goethe, C.F. Meyer, Abraham Lincoln, Winston Churchill, Ingmar Bergmann.

Was ist eine Depression?
Eine Depression ist eine Störung des Gefühls- und Gemütslebens, die sich in einer traurigen Verstimmung, einem Verlust von Interesse / Freude und einer Verminderung des Antriebs äussern kann. Zumeist kommen weitere charakteristische Symptome hinzu wie z.B. Schlafstörungen und Libidoverlust, Gewichtsveränderungen, Schuldgedanken, Gefühle der Wertlosigkeit.

Wann liegt eine Depression vor?
Eine Depression kann jeden von uns treffen.
Wir alle kennen Phasen unseres Lebens, in denen wir traurig, einsam oder unglücklich sind. Diese Phasen im Leben sind ganz normal! Man könnte sogar sagen: notwendig! Denn würde unser Leben immer vollkommen gleichmässig verlaufen, wären wir auch nicht in der Lage, die schönen Momente als solche wahrzunehmen.
Dauert aber eine traurige Phase, in der das Leben vom Betroffenen nicht mehr aus einer "normalen Perspektive" mit Höhen und Tiefen wahrgenommen wird, über Wochen oder gar länger an, könnte bereits eine Depression vorliegen.

Sind Depressionen heilbar?
Depressionen sind eine episodische Erkrankung und können viele Ursachen haben. Sie sind keinesfalls ein Zeichen persönlicher Schwäche oder Versagens. Niemand, der unter einer Depression leidet, braucht sich schuldig oder minderwertig zu fühlen. Bei Depressionen liegen Störungen in Bezug auf Botenstoffe im Gehirn vor. Diese Störung kann mit geeigneten Therapiekonzepten und modernen Arzneimitteln erfolgreich behandelt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt, denn je früher eine Depression erkannt und behandelt wird, desto schneller kann es Ihnen wieder gut gehen.

Medikamentöse Therapie
In erster Linie kommen bei der medikamentösen Behandlung von Depressionen Arzneimittel aus der Gruppe der Antidepressiva zum Einsatz. Entgegen der weit verbreiteten Annahme machen Antidepressiva nicht abhängig. Im Gegensatz zu Schmerz- oder Beruhigungsmitteln, die sofort eine Wirkung entfalten, benötigen Antidepressiva in der Regel 10- 14 Tage, bis sich erste symptomatische Verbesserungen bemerkbar machen. Es ist wichtig, dass dies bei Therapiebeginn beachtet wird und Betroffene das verordnete Medikament nicht eigenmächtig schon nach wenigen Tagen wegen zunächst ausbleibender Wirkung wieder absetzen. In der Regel beträgt die Anwendungsdauer für ein Antidepressivum mindestens sechs bis neun Monate. Die Dosierung sollte in dieser Zeit regelmässig vom betreuenden Arzt überprüft und dem individuellen Bedarf angepasst werden.

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