Therapiebereiche

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EISEN – VERSTECKTER MANGEL

Der funktionsfähige Organismus ist auf ausreichende Eisenreserven angewiesen. Eisenmangel gehört auch in der heutigen Zeit noch zu den häufigsten Mangelerscheinungen.

Unter einem Eisenmangel kann bei zu geringer Zufuhr, einer Aufnahmestörung im Darm oder einem Eisenverlust grundsätzlich jeder Mensch, in jedem Alter leiden.

Frauen im Menstruationsalter, Kinder, ältere Menschen, Leistungssportler, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Darmkrankheiten) gehören zur Risikogruppe für Eisenmangel oder in schweren Fällen für eine Eisenmangelanämie (Blutarmut durch Eisenmangel).

Müdigkeit, Leistungsschwäche, verminderte kognitive Fähigkeiten und Haarverlust sind charakteristische Anzeichen für ein Eisendefizit. Im Falle einer Eisenmangelanämie können sogar Symptome wie Herzklopfen und Atemnot auftauchen.

Soweit sollte es nicht kommen, denn Eisenmangel kann recht einfach und gut therapiert werden.

Liegen Laborwerte vor, die auf einen Eisenmangel hindeuten sowie gleichzeitig die entsprechenden Symptome, ist eine Behandlung gerechtfertigt, sofern keine Anhaltspunkte für eine andere Ursache der Beschwerden existieren.

CHRONISCHE NIERENINSUFFIZIENZ UND IHRE FOLGEN

Ein grosses Problem bei Patienten, die aufgrund einer chronischen Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz) eine regelmässige Dialyse (Blutwäsche) benötigen, ist der Phosphatspiegel. Ist er dauerhaft erhöht, kann dies langfristig ernste Folgen für den Patienten haben. Daher benötigen diese Patienten sogenannte Phosphatbinder.

Depression

Die depressiven Erkrankungen gehören zu den weltweit häufigsten und bedeutendsten Krankheitsbildern. Sie betreffen in ihren unterschiedlichen Ausprägungsformen bis zu 20% der Bevölkerung. An einer Depression zu leiden, bedeutet entgegen weitläufiger Vorurteile nicht, dass man geisteskrank oder verrückt ist.

Seit es schriftliche Zeugnisse gibt, finden sich Hinweise, dass Menschen an Depressionen gelitten haben. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens litten in unterschiedlicher Ausprägung an Depressionen, etwa J.W. Goethe, C.F. Meyer, Abraham Lincoln, Winston Churchill, Ingmar Bergmann.

Was ist eine Depression?
Eine Depression ist eine Störung des Gefühls- und Gemütslebens, die sich in einer traurigen Verstimmung, einem Verlust von Interesse / Freude und einer Verminderung des Antriebs äussern kann. Zumeist kommen weitere charakteristische Symptome hinzu wie z.B. Schlafstörungen und Libidoverlust, Gewichtsveränderungen, Schuldgedanken, Gefühle der Wertlosigkeit.

Wann liegt eine Depression vor?
Eine Depression kann jeden von uns treffen.
Wir alle kennen Phasen unseres Lebens, in denen wir traurig, einsam oder unglücklich sind. Diese Phasen im Leben sind ganz normal! Man könnte sogar sagen: notwendig! Denn würde unser Leben immer vollkommen gleichmässig verlaufen, wären wir auch nicht in der Lage, die schönen Momente als solche wahrzunehmen.
Dauert aber eine traurige Phase, in der das Leben vom Betroffenen nicht mehr aus einer "normalen Perspektive" mit Höhen und Tiefen wahrgenommen wird, über Wochen oder gar länger an, könnte bereits eine Depression vorliegen.

Sind Depressionen heilbar?
Depressionen sind eine episodische Erkrankung und können viele Ursachen haben. Sie sind keinesfalls ein Zeichen persönlicher Schwäche oder Versagens. Niemand, der unter einer Depression leidet, braucht sich schuldig oder minderwertig zu fühlen. Bei Depressionen liegen Störungen in Bezug auf Botenstoffe im Gehirn vor. Diese Störung kann mit geeigneten Therapiekonzepten und modernen Arzneimitteln erfolgreich behandelt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt, denn je früher eine Depression erkannt und behandelt wird, desto schneller kann es Ihnen wieder gut gehen.

Medikamentöse Therapie
In erster Linie kommen bei der medikamentösen Behandlung von Depressionen Arzneimittel aus der Gruppe der Antidepressiva zum Einsatz. Entgegen der weit verbreiteten Annahme machen Antidepressiva nicht abhängig. Im Gegensatz zu Schmerz- oder Beruhigungsmitteln, die sofort eine Wirkung entfalten, benötigen Antidepressiva in der Regel 10- 14 Tage, bis sich erste symptomatische Verbesserungen bemerkbar machen. Es ist wichtig, dass dies bei Therapiebeginn beachtet wird und Betroffene das verordnete Medikament nicht eigenmächtig schon nach wenigen Tagen wegen zunächst ausbleibender Wirkung wieder absetzen. In der Regel beträgt die Anwendungsdauer für ein Antidepressivum mindestens sechs bis neun Monate. Die Dosierung sollte in dieser Zeit regelmässig vom betreuenden Arzt überprüft und dem individuellen Bedarf angepasst werden.

Gedächtnisstörungen

Gedächtnisausfälle sind die häufigste kognitive Störung im Alter. Meist sind sie banal und lediglich die Folge der allgemeinen altersbedingten Verlangsamung.

Oft übersteigt die Intensität von Gedächtnisstörungen – gepaart mit anderen kognitiven Problemen wie Konzentrationsmangel und Müdigkeit – das Normalmass, ohne dabei das Stadium der Demenz zu erreichen. Dieser Zustand wird als leichte kognitive Störung bezeichnet.

Wenn sich diese Einbusse verstärkt und zusätzlich Störungen von Sprache, Erkennen oder Benennen sowie eine zunehmende «Ungeschicklichkeit» auftreten, ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren.

Warum werde ich vergesslich?
Bei manchen älteren Patienten verläuft der Alterungsprozess optimal und erfolgreich ohne Beeinträchtigung der kognitiven oder intellektuellen Funktionen. Somit kann ein älterer Patient:

  • Normal altern, wobei sich eine Verlangsamung der sensorischen und intellektuellen Funktionen einstellt
  • Von leichten kognitiven Störungen betroffen sein, die ausgeprägter sind als beim normalen Alterungsprozess, ohne jedoch das Stadium der Demenz zu erreichen
  • Eine Demenz vom Alzheimertyp oder eines anderen Typs entwickeln

Ursachen kognitiver Störungen
Die Ursachen sind vielfältig, und nicht bei allen älteren Menschen kommt es zu einer Demenz. Mehrheitlich bleiben die Störungen unverändert bestehen; manchmal bilden sie sich zurück.

Gedächtnisprobleme können auch andere Ursachen als eine Demenz haben: andere Erkrankungen (Depression, Schilddrüsenunterfunktion, Anämie, Diabetes usw.) oder die Einnahme gewisser Medikamenten (z.B. Psychopharmaka).

Menopause

Beschwerden in den Wechseljahren müssen nicht einfach hingenommen werden. Wallungen, Schweissausbrüche und depressive Verstimmung können die Lebensqualität in den Wechseljahren stark beeinträchtigen. Dagegen gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Blasenentzündung

Blasenentzündungen werden oft durch Bakterien verursacht und sind verbunden mit: Schmerzen, Unwohlsein, Brennen während des Wasserlassens, ungewöhnlich häufiges Wasserlassen am Tag, trübem und schlecht oder streng riechendem Urin, der manchmal auch Blut enthalten kann.

Infektionen der Atemwege

Atemwegsinfekte werden in obere und untere Atemwegsinfekte aufgeteilt. Zu den oberen Atemwegsinfekten zählen Rhinitis (gewöhnlicher Schnupfen), Sinusitis, Halsweh, Mittelohrentzündungen und Laryngitis und verlaufen in den seltensten Fällen schwer. Zu den unteren Atemwegsinfekten zählen Infektionen der Luftröhre (Trachea und Bronchi) und der Lungen (Bronchitis, akute Bronchiolitis und Lungenentzündung). Diese Infekte können zum Teil einen schwereren Verlauf haben.

Cystische Fibrose

Die Cystische Fibrose (CF), auch Mukoviszidose genannt, ist eine vererbte Störung des Stoffwechsels. Sie führt zur Bildung von zähem Schleim in verschiedenen Organen, vor allem in den Lungen und der Bauchspeicheldrüse. Weil die Krankheit nicht heilbar ist, müssen die Betroffenen ihr ganzes Leben lang damit zurechtkommen. Heute sind dank neuer Therapien und Medikamente die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten deutlich höher als früher.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) ist eine erbliche genetische Erkrankung, bei der ein Enzymmangel vor allem die Lunge beeinträchtigt. Die Krankheit kann nicht geheilt werden, aber es ist möglich, den Verlust der Lungenfunktion durch die regelmässige Verabreichung von Alpha-1-Antitrypsin zu verlangsamen.

Morbus Crohn und Colitis

Welche Krankheiten sind Morbus Crohn und Colitis?
Morbus Crohn, Crohn'sche Erkrankung (benannt nach ihrem Entdecker, dem Arzt Dr. Burrill B. Crohn), auch Ileitis genannt, bezeichnet eine Entzündung des Dünndarms (Ileum). In den meisten Fällen ist der letzte Abschnitt des Dünndarms, das sog. terminale Ileum, betroffen, es können aber auch Teile des Dickdarms oder der gesamte Dickdarm sowie Speiseröhre und Magen entzündet sein.

Colitis ist ein Begriff für Entzündungen von Teilen des Colons (Dickdarm) oder des gesamten Colons. Treten diese Entzündungen in Form von kleineren oder grösseren Geschwüren (Ulzera) auf, spricht man von einer Colitis ulcerosa.

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind chronische Erkrankungen. Charakteristisch ist der schubartige Verlauf, in dem sich aktive Krankheitsphasen mit Phasen von mehreren Monaten bis Jahren abwechseln, in denen keine schweren Krankheitssymptome auftreten. Diese rückfallfreien (rezidivfreien) Intervalle bedeuten aber nicht, dass die Krankheit für immer geheilt ist.

Onkologie und Supportive Care

An Prostatakrebs erkranken in der Schweiz jährlich über 6’000 Männer. Damit ist es die häufigste Krebsart überhaupt. Therapieformen wie eine Operation, Bestrahlung, medikamentöse Hormonbehandlung oder Chemotherapie hängen davon ab, wie weit der Tumor sich schon ausgebreitet hat und wie aggressiv er wächst.

Bei zytostatischer Chemotherapie kann teilweise starke Übelkeit und Erbrechen auftreten. Die präventive Behandlung mit einem Antiemetikum kann diese unangenehmen Begleiterscheinungen vermindern oder gar verhindern.